Montag, 20. Mai 2013 English version


ÜBER UNS ÜBER WÖLFE VEREINSINTERNA HILFE! SONSTIGES




 


Unsere Ziele / Mission Statement

Das zentrale Vereinsziel der Deutschen Wolfsgemeinschaft / German Wolf Association e.V. ist der Schutz der Wölfe nicht nur, aber insbesondere in Deutschland und die damit verbundene Wegbereitung für ein erfolgreiches Zusammenleben der Bevölkerung mit dem Wolf.

Auslöser für die Gründung des Vereins war die natürliche Rückwanderung des Wolfes nach Deutschland und die sich damit ergebenden Problemstellungen im Zusammenleben von Wolf und Mensch, zu deren Lösung eine schützende, vermittelnde und vor allem aufklärende Organisation immer dringender vonnöten zu sein schien.

Die Ziele der Deutschen Wolfsgemeinschaft lassen sich im groben so zusammenfassen:


Schutz des Wolfes

Als zentrales Ziel unserer Bemühungen und Vereinsarbeit steht der Schutz und die Integration des Wolfes in seinen natürlichen Habitaten. Dazu zählen in Deutschland vor allem auch die Gebiete, die in Zukunft erst noch vom Wolf erschlossen werden.

Wir setzen dabei auf globale Zusammenarbeit mit betroffenen Gruppen wie Anwohnern in Wolfsgebieten, Jägern, Förstern, Jagd-, Tier- und Naturschutzvereinen (-> Dialog) sowie Aufklärung der Bevölkerung und Schaffung eines neuen Bewußtseins für den Wolf (-> Aufklärung).

Ferner umfaßt unser Arbeitsgebiet auch die Durchführung und Unterstützung von unmittelbaren Schutzprojekten in und um Deutschland, sofern Bedarf besteht. Dabei steht eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Mittelpunkt (-> Zusammenarbeit).

Neben dem Schutz des Wolfs in der Wildnis (bzw. seiner natürlichen Umgebung), widmen wir uns der Problematik von Wölfen und Hybriden in Privathaltung, die sich gerade in den letzten Jahren verschärft hat. Wenngleich wir dies nicht als unsere Hauptaufgabe betrachten, stehen wir als kompetente Ansprechpartner zu dem Thema zur Verfügung und versuchen, trotz der sehr schwierigen Situation bezüglich Auffanggehegen in Europa bei Bedarf gemeinsam mit Kapazitäten im Bereich der Wolfshaltung zu einer Lösung zu gelangen.

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Kooperation

Wir sehen eine große Chance in der Zusammenarbeit mit anderen "Rudeln", anderen Organisationen. Für Kokurrenzdenken gibt es keinen Anlaß; wir streben alle dem selben Ziel entgegen - besser noch - jede Organisation spezialisiert sich meist auf einen anderen Bereich. So hoffen wir, uns in Zukunft mit anderen Organisationen weltweit zu ergänzen, und so unser aller Handlungsspielraum zu potenzieren.

Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit ist Informationsfluß. Unser Ziel ist es, in ständigem Kontakt mit Personen, Vereinen und Institutionen zu bleiben und langfristig mit ihnen zusammen ein Informationsnetz zu knüpfen, das einen schnellen und umfassenden Weg der Koordination und Aufklärung ermöglicht.

Zusammenarbeit streben wir auch im Bereich der Projekte an, indem wir unterstützenswerten Aktionen finanziell und/oder ideell Beistand leisten.

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Dialog

Die wichtigste Aufgabe eines Vereins, der den Schutz und das harmonische Zusammenleben von Wolf und Mensch anstrebt, muß der Dialog sein. Wo Interessen aufeinanderprallen, vorgefertigte Meinungen in allen Lagern vorherrschen, und jeder Betroffene ganz individuelle Wünsche, Ängste und Bedürfnisse hat, ist Gesprächsbereitschaft immens wichtig und muß eine Brücke schlagen zwischen allen Beteiligten.

Neben den offensichtlich primär betroffenen Landwirten, Jägern, Förstern und Tierschützern gilt es auch die sekundären Effekte einer Rückkehr des Wolfes nicht aus den Augen zu verlieren. Man denke zum Beispiel an die Tourismusbranche, die einerseits den Wanderer verlieren könnte, der sich nicht mehr in die Wälder traut, als auch den Naturfreund dazugewinnt, der hofft, den Anblick eines Wolfes zu erhaschen. Die Rückkehr des Wolfes zieht weitere Kreise als man zunächst annehmen mag, und diese auszuloten, muß die Aufgabe unserer Arbeit der nächsten Jahre sein.

Dazu gehören zweifellos beispielsweise vorurteilslose Gesprächsrunden und offene Meinungsumfragen, um dann nach einer eingehenden Analyse der Daten den Verantwortlichen Lösungsvorschläge unterbreiten zu können.

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Aufklärung

Seit der Mensch seßhaft wurde und sich der Viehzucht und dem Ackerbau zu widmen begann, kehrte sich das einst kameradschaftliche Verhältnis zwischen Wolf und Mensch in Konkurrenz und einstweilen verbitterte Feindschaft von seiten des Menschen um. Man jagte nicht mehr gemeinschaftlich, sondern mußte nun "sein" Vieh vor den Wölfen verteidigen.

Diese Problematik führte immer weiter zu einem negativen Bild des Wolfes, der schon in der Bibel gern als Sinnbild des Bösen gebraucht (bzw. mißbraucht) wurde. Auch Geschichten wie die allseits bekannte vom "Rotkäppchen und dem großen bösen Wolf" spiegeln die Einstellung wider, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten allgemein vorherrschte und selbst in unserer heutigen Zeit noch vielerorts vertreten ist.

Die Kampagnen und Aufklärungsarbeit der letzen Jahre und Jahrzehnte haben das Bild des Wolfes bereits weitgehend korrigiert, aber mitunter auch verdreht. So haben wir heutzutage vor allem in städtischen Teilen Deutschlands ein mystifiziertes Wolfsbild zu verzeichnen, das dem Wolf genauso wenig entspricht und den Wolf als Wohltäter und Sinnbild der geschundenen Wildnis schlechthin karikiert. In der Aufklärung gilt es, beide Extreme durch sachliche und weitgehend neutrale Weise auszuräumen.

Die Ziele unserer Aufklärungsarbeit liegen hauptsächlich in der Etablierung von Schulprogrammen, von halbtägigen Workshops bis hin zur möglichst flächendeckenden Einführung der Aufklärungsarbeit in den Lehrplan des Biologieunterrichts, und der damit verbundenen Erstellung und Bereitstellung von unterstützenden Lehrmaterialien.

Des weiteren sind Vorlesungen, Workshops, Ausstellungen und sonstige Informationskampagnen vorgesehen, die vor allem diejenigen erreichen sollen, die sich über das Thema Wolf noch kaum Gedanken gemacht haben. 

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